MUSEO DELL'EMIGRANTE SAN MARINO



 

Das Museum des Emigranten möchte die Erinnerungen derer festhalten, die als Protagonisten diese Erfahrung gemacht haben. Nicht nur, um ihre Erinnerungen zu konservieren, sondern auch, um allen Sanmarinesen zu ermöglichen, sich gemeinsam, mit Respekt in dieser für die Geschichte der Republik wichtigen Tatsache wiederzuerkennen.
Die Ausstellung, die im Laufe der Zeit ausgebaut wird, erstreckt sich über sieben Säle und erzählt durch kurze Texte, Darstellungen, Originaldokumenten, von jener Epoche, die sich vom Ende des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts erstreckte, in der ein Grossteil der Sanmarinesen nach Ländern auszog, die "sehr weit entfernt" waren, um Jugend, Arbeitskraft, Handwerk und Kultur zu exportieren. Die Dokumente, die Photographien und die Gegenstände, die im Museum gezeigt werden, wurden in San Marino und in den 24 Gemeinschaften der im Ausland lebenden Sanmarinesen gesammelt. Auf dem Gang durch die Ausstellung findet man dreidimensionale Graphiken, die auf der Grundlage statistischer Daten verwirklicht wurden und dabei helfen über einige der Themen nachzudenken, die mit der geschichtlichen Nachforschung zu tun haben.
Auslöser für die damalige Auswanderungswelle war das Ungleichgewicht zwischen wirtschaftlichen Mitteln und der Bevölkerung, hervorgerufen unter anderem durch die demografische Entwicklung. Armut und Elend waren die Folge, die viele veranlassten, ihr Glück außerhalb der Republik zu suchen. Meist kannten die Emigranten nicht einmal die genaue geografische Lage der Länder. Die Angst das Vertraute zu verlassen, um ins Unbekannte zu ziehen begleitete viele.
Bevorzugte Einwanderungsländer waren vor allem Amerika und Deutschland. Der Auswanderungsstrom selbst bestand vorwiegend aus Tagelöhnern und Arbeitern, jedoch verließen auch viele Akademiker das Land, die keine Zukunft in der rückständigen und landwirtschaftlich orientierten Wirtschaft San Marinos sahen.
Für einige Emigranten war die Rückkehr, nach langen im Ausland verbrachten Jahren, unter anderem vom Heimweh und dem Wunsch wieder im Abstammungsland zu leben bestimmt. Jene Heimkehrer trugen, vor allem Anfang der Sechziger Jahre, zum wirtschaftlichen Reichtum San Marinos bei und begünstigten gleichwohl die Übermittlung anderer Lebensformen und Mentalitäten, welche bereits positiv zur Entwicklung der sanmarinesischen Gesellschaft beitrugen.


                                               

Sabina Muriale




Das Copyright liegt bei den AutorInnen

 

[ Geographische Übersicht der Museen ]  [ Alphabetische Liste der Museen ]

[start] [koffer] [katalog] [theorie] [literatur] [links] [teams] [kontakt]
Letzte Änderung: 01.12.2002, SM