CENTRE DÜRRENMATT
NEUCHATEL


 

Das Centre Dürrenmatt in Neuchatel wurde am 23. September 2000 eröffnet. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Centre Dürrenmatt war die Zusammenführung des bildnerischen und zeichnerischen Werkes von Friedrich Dürrenmatt. Mit dem Centre Dürrenmatt soll dem Werk des Schweizer Schriftstellers kein Denkmal gesetzt, sondern ein lebendiger Ort geschaffen werden, wo eine kritische Auseinandersetzung mit dem Denken Dürrenmatts möglich wird. Der Schwerpunkt sind Wechselaustellungen die einen Zusammenhang mit dem literarischen oder bildnerischen Werk Dürrenmatts suchen. 1991, ein Jahr nach dem Tod des Schriftstellers und Künstlers in Neuchâtel, wendet sich dessen zweite Frau, Charlotte Kerr, mit der Bitte an Mario Botta, sich Gedanken zum Bau eines Zentrums zu machen, daß das Bilderwerk von Friedrich Dürrenmatt versammeln sollte. Mario Botta war entschlossen, die Kunst Dürrenmatts zu respektieren und es war ihm ein Anliegen, daß die Architektur des Dürrenmatts gewidmeten Zentrums mit dessen Werk im Einklang sei und dessen Geist atme. Botta dazu :
"Die Schwierigkeit bestand darin, daß Friedrich Dürrenmatt nicht ein Maler war: sein Bilderwerk ist der komplementäre Ausdruck zu seinem literarischen Werk. Also genügte es nicht, ein Museum zu bauen und einfach seine Bilder an die Wände zu hängen. Es galt, einen beunruhigenden Raum zu entwerfen, der sein Denken ausdrückt, und nicht einen schönen Raum für schöne Bilder." So schuf er das zentrale "Halbrund" unter der geschwungenen Terrasse, die sich über dem Neuenburgsee und dem botanischen Garten ausbreitet.
In Zusammenarbeit mit dem Bund, Kanton und Stadt Neuchâtel sowie private Geldgeber konnte das Projekt Centre Dürrenmatt in Neuchâtel entstehen.

Rene Koelliker


 



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Letzte Änderung: 30.11.2002, SM