FRIESMUSEUM
Adresse:
Turfmarkt 11, 8911 Leeuwarden, Niederlande
- Anfahrt: Bus 1 und 4, Bushaltestelle "provinciehuis" oder 10 min zu Fuß vom Bahnhof
- Öffnungszeiten:
Di-So 11-17 Uhr,
1.Januar und 25.Dezember geschlossen
- Eintritt: DFL 7,50; ermäßigt DFL 5,-
- Internet: http://www.friesmuseum.nl
Kennen Sie Margaretha Gertruida Zelle? Oder Christoffel Bisschop? Beide waren Bewohner von Leuuwarden und sind heute im Friesmuseum verewigt. Letzterer war ein Maler und Sammler um die Jahrhundertwende, erstere, bekannter unter dem Namen Mata Hari, eine berühmt-berüchtigte Tänzerin und Spionin während des 1. Weltkrieges.
Die Geschichte des Friesmuseums begann aber schon vor mehr als 100 Jahren im Wohnhaus der Esinga-Familie. In dem prächtigen Bau aus dem 18. Jahrhundert kann man sich noch heute einen Eindruck davon machen, wie diese im vorletzten Jahrhundert lebten.
Heute ist das Friesmuseum das größte Provinzmuseum der Niederlande. So eine Art Heimatmuseum im großen Stil, wo über 500 000 Jahre friesischer Geschichte und Kultur ausgestellt werden. Neben authentisch erhaltenen Museumseinrichtungen wie den "Hindelooper rooms" präsentiert sich das Museum mit einer modernen Eingangshalle, die an das alte Gebäude angebaut wurde und auf dessen Dach ein Widder den Besucher empfängt.
In den vielen Räumen des Museums finden sowohl archäologische Funde wie auch Kunst,
Malerei, Trachten und eine Silbersammlung aus der Region Platz. Die Geschichte
Frieslands wird weiterhin durch das "Resistance Museum" erläutert. Letzteres wird
durch ein interaktives Computerprogramm unterstützt, in dem man die Ereignisse
während des zweiten Weltkrieges nachvollziehen kann. 
Den beiden genannten Persönlichkeiten wird viel Platz eingeräumt : allein 5 Räume sind C. Bisschop gewidmet, dessen "Villa Frisia" in Teilen rekonstruiert wurde. Mata Hari, die 1876 in Leeuwarden geboren wurde und sich im Ausland zunächst einen zweifelhaften Ruf einfing (und dort überdies zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde), kehrte nach über 100 Jahren in Form einer permanenten Ausstellung im Friesmuseum in ihre Heimatstadt zurück.
Am Ende hat man einen umfassenden Eindruck der Geschichte Frieslands bekommen und kann sich aus dem Museumsshop noch einige Andenken mitnehmen, z.B. Repliken von Statuen, die bei Ausgrabungen in Friesland gefunden wurden, Mata Hari als Bronzestatue und Stift oder ein Tablett im Hindelooper-Stil.
Marianne Pabst
Das Copyright liegt bei den AutorInnen
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Letzte Änderung: 30.11.2002,
SM