MUSEUM EUROPÄISCHER KULTUREN
BERLIN
Das Museum europäischer Kulturen ist 1999 gegründet worden.
Es ist das Ergebnis des Projektes der Staatlichen Museen zu Berlin, die die Sammlungen des Museums für Volkskunde und der Abteilung Europa des Museum für Völkerkunde zusammenschließt.
Die Konnotation dieses neuen Museums ist weder ein „Europamuseum“, noch ein „Museum der europäischen Kulturen“, sondern die Vielfalt der Kulturen sich bewußt zu werden, ohne den Anspruch zu haben, alle europäischen Kulturformen in ihrer zeitlichen, räumlichen und sozialen Dimensionen zu erfassen.
Das Ziel läßt Kultur in all ihren Brüchen und Überschneidungen erkennen.
Das ist keine Idelogisierung der Europa-Idee, sondern man bezieht Außeneuropa mit ein.
So Dr. Konrad Vanja, der hiesige Museumsleiter: „Man kann Europa nicht im Ganzen sehen, sondern man muß nach rechts und links schauen“.
Es werden Verkehrsknotenpunkte aufgebaut: Wege überschneiden sich, zwar vorsichtig, „step by step“, wie Herr Vanja betonte; „man will sich näher kennenlernen“.
Exemplarisch dafür ist die Teilnahme des Museums an dem Projekt „ Born in Europe“.
Hier werden bunte thematische Fäden in einen Strang gezogen und persönliche Kontakte über Arbeitstagungen gepflegt. Damit werden menschliche Begegnungsorte geschaffen.
Das Museum möchte „in Bewegung“ bleiben, deshalb werden konzeptionell Wechselausstellungen vorgesehen, z. B. saisonbedingte Darstellungen wie Adventsbräuche und Weihnachtskrippen.
Die jetzige Basisausstellung heißt „Faszination Bild“ und zeigt wie Bilder im Alltag der Menschen an Bedeutung gewannen.
Den Besuchern werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Kulturen über einen europäischen Motivschatz näher gebracht, sowie den Weg, den Bilder über Ländergrenzen und Jahrhunderte nahmen. Im ersten Bereich werden u. a. bemalte Möbel, Laterna Magica, Guckkasten und Filme gezeigt.
Im Anschluß sind private und öffentliche Wohnwelten des 19 Jh. zu sehen, sowie die Religionen des Abendlandes auf ihre Bildergeschichte hin erörtert.
Darüber hinaus reflektiert der Besucher im letzten Bereich über die Repräsentation und Aufnahme fremder Kulturen durch die Bilder von forschungsreisenden Ethnologen Kieselwetter.
Eine gemütliche Leseecke lädt ein sich in zeitgenössische Dokumente zu vertiefen.
Den Besuchern steht zusätzlich eine umfassende Präsenzbibliothek zur Verfügung.
Susanne Pozek und Elena Brandalise
Das Copyright liegt bei den AutorInnen
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Letzte Änderung: 30.11.2002,
SM