KINDERMUSEUM / TROPENMUSEUM
AMSTERDAM
- Adresse: Linnaeusstraat 2, NL- 1090 Amsterdam
Info-Tel. (07541) 3801-33, Fax (07541) 3801-81
- Anfahrt: Das Kindermuseum ist vom Hauptbahnhof mit der Tram 9 und dem Bus 22 ( Richtung Indische buurt), sowie vom Muiderpoortbahnhof zehn Minuten zu Fuß oder mit der Tram 14 bzw. dem Bus 22 zu erreichen.
- Öffnungszeiten:
Samstag und Sonntag: 11.00 Uhr 13.30 Uhr 15.15
Uhr
Mittwoch:
13.30 Uhr 15.15 Uhr
Feiertage: 11.00 Uhr
13.30 Uhr 15.15 Uhr
- Kontakt: Information: Tel. 020 56 88 300
Reservierung: Tel. 020 56 88 233
- Eintritt: Kinder von 6 - 12 Jahren:
4,50 Gulden
Erwachsene:
6,80 Gulden
1 oder 2 Erwachsene + max. 4 Kinder: 18,25
Gulden
- Sonstiges: Das Programm dauert ca. 1 Stunde und 15 Minuten.
Für Erwachsene ist der Besuch des
Kindermuseums nur mit Begleitung eines Kindes zwischen
6 und 12 Jahren möglich!
- Internet: http://www.kindermuseum.nl
E-mail: kindermuseum@kit.nl
Das Kindermuseum in Amsterdam ist Teil des Tropenmuseums und arbeitet
schon
seit mehr als 25 Jahren mit interaktiven Ausstellungsformen. Mittlerweile
wirbt das Museum damit, das größte kulturelle Event in den
Niederlanden zu
sein. 1997 hat es als erstes Kindermuseum den europäischen Museumspreis
gewonnen. Die letzte Ausstellung Indianen van het Hoge Land
(1997-2000)
Über Einheimische der Anden in Bolivien erreichte eine Besucherzahl von
Über 74.000!
Kinder im Alter von 6-12 Jahren werden nicht nur anhand faktischer Daten,
sondern Über ein aktives Miterleben und Mitgestalten mit anderen Kulturen
vertraut gemacht. Sie sind es, die die Ausstellung lebendig gestalten. Der
Besuch soll vor allem Spaß machen. Bei der Ausstellungskonzeption sind
immer
Angehörige der jeweilig vorgestellten Kultur beteiligt. Bei der
laufenden
Ausstellung über die Asante in Ghana wurde, wie bei allen vorherigen
Projekten, ausgiebig im Land recherchiert. Man hat mit in den Niederlanden
lebenden Ghanaern sowie Politikern und diversen Institutionen aus Ghana
zusammengearbeitet. Diese einzigartige interdisziplinäre, aber vor allem
internationale Teamarbeit, beabsichtigte eine annähernd authentische
Darstellungsweise und einen sensiblen Umgang mit anderen Kulturen.
Es gilt das hands-on Prinzip. Alle Objekte dürfen angefasst
werden. Wie
die Erfahrung zeigt, gehen Kinder sehr behutsam mit Ausstellungsstücken
um,
sobald sie als Person ernst genommen werden. Kinder sollen hier außerdem
nicht nur die Rolle des passiven Zuschauers einnehmen, sondern sich in den
Darstellungsprozess integrieren und ihre Ideen einbringen. Dies gelingt,
da
bewusst eine Klassenzimmeratmosphäre vermieden wird. Geschichtenerzähler, Schauspieler und
Tänzer
arbeiten mit den Kindern zusammen. Letztere erfahren wie Kulturüberlieferung in mündlich orientierten Gesellschaften
aussehen kann
und können diese mit ihrem eigenen Umfeld verbinden.
Mit den hier
praktizierten Arbeitsmethoden soll ein Problembewusstein für das Leben
in
einer multikulturellen Gesellschaft gefördert werden. So entstehen
Respekt
und Toleranz vor allem durch den intensiven Kontakt und durch Kenntnisse
Über die verschiedenen Kulturen.
Am Ende können die Kinder ihre Eltern als Experten durch die Ausstellung
führen. Durch diesen Rollentausch werden sie nochmals verstärkt in das
Thema
einbezogen und sensibilisiert. Wie Umfragen gezeigt haben war der
Museumsbesuch für viele Kinder ein nachhaltiges und unvergessliches
Erlebnis.
Sonja Thiede
Das Copyright liegt bei den AutorInnen
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Letzte Änderung: 30.11.2002,
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